Christine Saalfeld

Christine Saalfeld, architektonische Modelle, 2020

Christine Saalfeld studierte in Hamburg, Berlin, Jerusalem, Rotterdam und Plymouth Bildende Kunst und Philosophie. Seit 2000 lebt Saalfeld in Rotterdam und stellt international aus. Saalfeld setzt sich in ihrem Werk mit Fragen des Humanismus, der Sozialphilosophie und der Kunst im öffentlichen Raum auseinander. Die Intention ist die eigene künstlerische Praxis mit der Lebensumgebung zu verbinden. Ihre Arbeit umfasst materielle Arbeiten im traditionellen künstlerischen Sinne (Zeichnungen, Objekte und Installationen), Kunst im öffentlichen Raum und kuratorische Projekte. In ihren materiellen Arbeiten bedient sich Christine Saalfeld einer surrealistischen, architektonischen Formensprache. Die von ihr entworfenen Prototypen spielen mit den widersprüchlichen Eigenschaften wie Funktionalität und Störung, Sinn und Unsinn, Sesshaftigkeit und Nomadentum.

2012 gründete Saalfeld die Stiftung STAD-NOMADEN als Plattform für räumliche Interventionen und urbane Strategien, die sich zum Ziel gesetzt hat, sowohl sozio-kulturelle Projekte für den öffentlichen Raum zu entwickeln und zu stimulieren, als auch die Verantwortung des Künstlers gegenüber seiner Umwelt zu thematisieren.

Webseite:

www.christinesaalfeld.info

www.stad-nomaden.nl

Werner Neuhaus

Werner Neuhaus, Vogelmensch, 2016

Seit über 20 Jahren lebt und arbeitet der Bildhauer Werner Neuhaus im oberen Emmental. Sein Werkstoff ist ausschliesslich Holz, daraus schafft er eigenwillige Figuren und Formen, manche monumental-raumbeherrschend, andere so filigran, wie es das Holz und sein Werkzeug, die Kettensäge, gerade noch zulassen. Die Natur, das Tierische, Handgreifliche, ist Neuhaus’ Lebenswelt.

Vogelmänner recken uns schwere Schnäbel entgegen – Tiermenschen – stumme Zeugen unserer Entfremdung und zugleich in ihrer anrührenden Ausdruckskraft so nah, dass man ihre rauen Leiber berühren muss. «… Mir scheint, sie warten auf den Einbruch der erlösenden Sprache …», schreibt Martin Kolbe über die monumentale Figurengruppe der «Gerechten». Werner Neuhaus’ Skulpturen suchen in einem unaufhaltsamen Evolutionsprozess nach einer Verortung in unserer Gegenwart, wollen teilhaben an unseren Belangen: holzgesägte Bomben – irrwitziges Arsenal gegen bizarre, hochgekochte Ängste.

Reto Mettler

Webseite: Werner Neuhaus

Axel Schmidt

Pilze.

Mit einer speziellen Aufnahmetechnik rückt Axel Schmidt die Pilze ins rechte Licht. Losgelöst von ihrer natürlichen Umgebung hat er die Pilze im Studio vor schwarzem Hintergrund fotografiert. So entsteht eine ganz besondere Ästhetik, die an idealisierte Naturillustrationen erinnert.